Tiergarten Nürnberg

Description

Der Tiergarten Nürnberg ist ein 65 Hektar großer Landschaftszoo am Rande der Stadt Nürnberg im Lorenzer Reichswald am Schmausenbuck gelegen. Es werden gut 300 Tierarten gehalten, darunter zahlreiche gefährdete Arten. Der gesamte Nürnberger Tiergarten sowie das angrenzende Gelände am Schmausenbuck ist Bestandteil des Natura-2000-Netzwerkes und als Schutzgebiet DE6532372, Tiergarten Nürnberg mit Schmausenbuck ausgewiesen.

Geschichte

Mittelalterlicher Tiergarten

Die Tradition des Tiergartens beziehungsweise des Tierparks lässt sich in Nürnberg bis in das Mittelalter zurückverfolgen. Hinweise auf den Burggräflichen Tierpark sind jedoch nur noch in Form von Ortsnamen zu finden: Das Tiergärtnertor und der angeschlossene Tiergärtnertorplatz. Der Wildpark erstreckte sich bis zu den Johannisfeldern in St. Johannis und zum Rohleder’schen Garten (heute im Gelände des Klinikum Nord). Über die Nutzung lassen sich nur Vermutungen anstellen.

Alter Tiergarten am Dutzendteich 1912 bis 1939

Der Tiergarten Nürnberg wurde am 11. Mai 1912 auf dem Gelände der Bayerischen Landesausstellung von 1906 am Luitpoldhain (Koordinaten: ) eröffnet. Der Tiergarten war nach dem Vorbild von Hagenbecks Tierpark in Hamburg mit künstlich modellierten Landschaften gestaltet. Er erfuhr großen Publikumszuspruch (über 800.000 Besucher 1913) und überstand im Gegensatz zu anderen Zoos den Ersten Weltkrieg, die Hochinflation und die Weltwirtschaftskrise ohne Schließung.
 

Tiergarten am Schmausenbuck seit 1939

Nach der Machtübernahme durch die NSDAP kündigte sich schon 1934 das Ende des ursprünglichen Tiergartens an, da das Areal den Ausbauplänen des Reichsparteitagsgeländes am Dutzendteich im Wege stand, im Februar 1939 wurde schließlich der alte Tiergarten geschlossen. Im Mai 1939 konnte der neue Tiergarten nach zweijähriger Bauzeit auf einer bewaldeten Felslandschaft am Schmausenbuck als Landschaftszoo eröffnet werden. Im Zweiten Weltkrieg wurden durch Luftangriffe fast alle Gebäude und Gehege zerstört. Der Wiederaufbau war Ende der 1950er Jahre abgeschlossen. Seitdem entstanden und entstehen auf dem großen Gelände immer wieder neue Anlagen. Im April 1998 kam es durch einen Kurzschluss im Terrarium zu einem Brand, bei dem vier Baumpythons und vier Warane starben.

Mit 65 ha gehört der Tiergarten der Stadt Nürnberg zu den größten Zoologischen Gärten Europas, er ist der zweitgrößte Deutschlands. Er ist charakterisiert durch großzügige Wald- und Wiesenlandschaften mit Weihern und ehemaligen Steinbrüchen, die zu weitläufigen naturnahen Gehegen umgestaltet wurden. Mit meist über einer Million Besucher pro Jahr (1.135.515 im Jahr 2017) wird er von der Bevölkerung gut angenommen; das Einzugsgebiet geht weit über die Stadtgrenzen hinaus.

In den letzten Jahren wurde eine Reihe von früher kritisierten Anlagen umgebaut wie beispielsweise die 2000 m² große Gorillaanlage oder der sogenannte Aquapark. Hinzu kamen neue Anlagen, wie das Großgehege der Schneeleoparden, die Außenanlage für Delfine und eine neue Tropenhalle.

Artenschutz und Zuchtprogramme

Der Tiergarten beteiligt sich an mehr als 30 Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEPs) und an verschiedenen Wiederansiedlungsprojekten von Tieren in freier Natur, zum Beispiel von Uralkäuzen und Przewalski-Pferden (Urwildpferde). Die Zuchtprogramme für Schabrackentapire und Karibische Seekühe werden in Nürnberg koordiniert.

Der Tiergarten Nürnberg unterstützt Organisationen, die für den Schutz bedrohter Tierarten eintreten. Ein Beispiel ist Yaqu Pacha, eine Gesellschaft, die 1992 im Tiergarten Nürnberg mit dem Ziel gegründet wurde, die wasserlebenden Säugetiere Südamerikas zu schützen und ihre Lebensräume zu erhalten.

Tierbestand

Im Tiergarten wurden im Jahr 2015 insgesamt 3431 Individuen aus 286 verschiedenen Tierarten gehalten, darunter etwa 80 Säugetierarten und ebenso viele Vogelarten. Um Säugetiere und Vögel artgerecht halten zu können, wurde in den letzten Jahren die Artenzahl eingeschränkt.

Affen

Im Affenhaus, das aus dem Jahre 1939 stammt, aber zwischenzeitlich mehrfach umgebaut wurde, werden Braune Makis (Eulemur fulvus), Weißhandgibbons und Westliche Flachlandgorillas (Gorilla gorilla gorilla) gehalten. Angeschlossen ist eine 2000 m² große Gorilla-Freianlage. Im Giraffenhaus sind Bolivianische Totenkopfaffen untergebracht, die Zugang zu einer baumbestandenen kleinen Insel im Freien haben. Auf Affenfelsen im Eingangsbereich leben Guinea-Paviane und Berberaffen.

Großsäugetiere

Im Elefantenhaus, das noch aus dem Jahr 1939 stammt, aber zwischenzeitlich umgebaut wurde, leben derzeit keine Elefanten, sondern drei Panzernashörner. Nachdem die Indische Elefantin Kiri im August 2007 nach einem Sturz nicht wieder aufzurichten war und eingeschläfert werden musste, war die Afrikanische Elefantin Yvonne allein zurückgeblieben. Sie zog im Juli 2008 aufgrund ihres Alters in den Zoo Rostock um, da der Aufstieg in ihr Gehege im Tiergarten zu beschwerlich geworden war und sie in Rostock in Sara eine neue Gefährtin hatte. Am 23. April 2009 wurde sie dort eingeschläfert, da sie nicht mehr alleine aufstehen konnte.

Eine Zeit lang war im ehemaligen Elefantenfreigehege alleine der männliche Kulan („asiatischer Esel“) Marco einquartiert, der die mit ihm und seinen Artgenossen vergesellschafteten, teils noch sehr jungen Trampeltier-Damen wiederholt angegriffen hatte.

Inzwischen wurde das Gehege umgestaltet und steht nun den Nashörnern zusätzlich zur Verfügung. Wann der Tiergarten wieder mit der Elefantenhaltung beginnen will, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Raubtiere

Im Raubtierhaus, das in die Sandsteinfelsen hineingebaut ist und durch einen Tunnel betreten wird, werden Amurtiger und Asiatische Löwen gehalten. Beide Arten besitzen Freigehege, die durch Wassergräben von den Besuchern getrennt sind.

Den Schneeleoparden steht eine großzügige Außenanlage zur Verfügung. Mit Geparden, Buntmardern und Mähnenwölfen werden weitere, teilweise seltene Raubtierarten gehalten. Im ehemaligen Gehege der Spanischen Wölfe werden nach einem Umbau Eurasische Luchse gezeigt. Nach dem Auslaufen der Brillenbärenhaltung wurde deren Gehege umgebaut und im Frühjahr 2015 mit Fischkatzen besetzt.

Im Aquapark sind neben Humboldtpinguinen Wasser bewohnende Raubtiere wie Fischotter, Kalifornische Seelöwen, Seehunde und Eisbären untergebracht. Im Naturkundehaus befindet sich eine naturnah gestaltete Anlage für Zebramangusten. Seit 2013 leben in Nürnberg auch Erdmännchen. Sie bewohnen zusammen mit Fuchsmangusten eine im Juli eröffnete neue Anlage in Nachbarschaft zu den Giraffen.​

Huftiere

Kennzeichnend für den Landschaftszoo sind vor allem weitläufige Huftieranlagen, in denen neben Netzgiraffen, Guanakos und Hirschen (Dybowskihirsch, Wapiti, Davidshirsch, Prinz-Alfred-Hirsch, Rentier, Chinesischer Muntjak) vor allem zahlreiche Hornträger zu sehen sind: Präriebisons, Wisente, Kaffernbüffel, Elenantilopen, Mendesantilopen, Nilgauantilopen, Hirschziegenantilopen, Alpensteinböcke, Mähnenschafe, Mishmi-Takins, Kropfgazellen und Gelbrückenducker. Ein Schwerpunkt des Zoos sind die Einhufer, die gleich in fünf Wildformen, Somali-Wildesel, Grevyzebra, Böhm-Zebra, Przewalski-Pferd und Kulan gehalten werden.

Im Tropenhaus sind tropische waldbewohnende Huftiere wie Schabrackentapire, Flachlandtapire und Pinselohrschweine untergebracht.

Darüber hinaus werden verschiedene Haustiere, wie Schottische Hochlandrinder, Zwergzebus, Trampeltiere, Alpakas, Poitou-Esel, Rotkopfschafe, Kamerunschafe und Zwergziegen gehalten, die vor allem im Kinderzoo zu sehen sind und teilweise gefüttert werden dürfen.​

Nager

Die Nagetiere sind durch Alpenmurmeltiere, Goldagutis, Degus, Riesen-Kaninchen und Europäische Ziesel vertreten. Eine Gruppe Schwarzschwanz-Präriehunde lebte am alten Flusspferdhaus, ist jedoch nach dem Winter 2014/2015 verschollen.

Beuteltiere

Die Beuteltiere werden durch die Östlichen Grauen Riesenkängurus repräsentiert. Sie sind zusammen mit einem Emu in einer Gemeinschaftsanlage untergebracht.

Delfine und Seekühe

Der Nürnberger Tiergarten eröffnete 1971 ein Delfinarium, das einzige in Deutschland neben dem im Zoo Duisburg. Neben Vorführungen für die Tiergartenbesucher spielen Zucht, Forschung und seit jüngerer Zeit auch die Delfintherapie mit behinderten Kindern als Projekt der Universität Würzburg eine wichtige Rolle. Die Anlage besteht seit einer Erweiterung aus zwei Teilen; neben dem Delfinarium I, das unter anderem den Vorführungen dient, gibt es im Betriebshof noch ein Delfinarium II als Forschungs- und Aufzuchtstation. Dieser Bereich ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Im Delfinarium werden Große Tümmler und Kalifornische Seelöwen gehalten.

Im Juli 2011 wurde eine große Freianlage mit submariner Landschaft nach Art einer Salzwasserlagune fertiggestellt; das Projekt wurde unter der Bezeichnung Lagune 2000 bekannt und trägt seit Ende 2004 den Titel Delphinlagune. Das Vorhaben sah sich von Beginn an einer starken Kritik einzelner Tierschutzorganisationen ausgesetzt, die die Haltung von Delfinen in zoologischen Gärten grundsätzlich ablehnen.

In der Delphinlagune traten mehrere Baumängel zutage. Insbesondere gefährdet aus den Becken austretendes Salzwasser den umliegenden Boden. Vorübergehend wurde zur Eindämmung des Schadens der Wasserspiegel abgesenkt, langfristig soll die Anlage saniert werden. Die Maßnahmen sollen von 2015 bis etwa 2018 dauern. Als Ausweichquartier für die Delphine wird das ehemalige Delphinarium II wieder in Betrieb genommen.

Für die Karibischen Seekühe entstand anschließend an die Delphinlagune das große Manati-Haus mit tropischem Klima. In der begehbaren Anlage leben auch Weißgesicht-Sakis, verschiedene südamerikanische Schmetterlings- und Vogelarten, Blütenfledermäuse und Pfeilgiftfrösche. Darüber hinaus beherbergt das Manati-Haus eine Kolonie Blattschneideameisen.​

Aquapark

Im Aquapark werden verschiedene Tierarten gezeigt, die im Bereich von Gewässern leben. Im Herz der Anlage befindet sich ein Becken, das von Seehunden und Kalifornischen Seelöwen bewohnt wird. Darüber hinaus beinhaltet der Aquapark eine Anlage für Pinguine. Weiterhin werden mit Eisbär und Fischotter auch zwei Raubtierarten gezeigt.​

Vögel

Der Tiergarten Nürnberg hält mehrere Greifvogelarten, wie Harpyien, Riesenseeadler, Andenkondore, Bartgeier, Schmutzgeier, Schneegeier und kann hier teilweise recht große Zuchterfolge vorweisen. Die Eulen sind im Zoo durch Habichtskauz und Schnee-Eule vertreten.

In einer naturnah gestalteten Weiherlandschaft leben neben Flamingos (Roter Flamingo und Chileflamingo), Tschajas Rosapelikanen und Krauskopfpelikanen auch freifliegende Arten, wie Kormorane, Weißstörche, Graureiher, Zwergtaucher, Möwen und zahlreiche Entenarten. Schwarzstörche und Kraniche (Weißnackenkranich, Mandschurenkranich) sind in der Nähe der Weiherlandschaft in Freigehegen zu sehen.

Im Aquapark können Humboldtpinguine durch eine Scheibe auch unter Wasser beobachtet werden. Das Alte Flusspferdhaus ist im momentanen Umbau und beherbergt auf der Außenanlage Schwarzschwanz-Präriehunde. Auf der großen Afrika-Anlage sind Blauhalsstrauße zusammen mit Zebras und Elenantilopen vergesellschaftet. Eine große, begehbare Voliere beherbergt Löffler, Waldrappen und Kuhreiher.

Nach dem Tod des letzten Syrischen Braunbären 2014 wurde deren Anlage zu einer begehbaren, bis zu 17 Meter hohen Voliere für Bartgeier umgebaut. Das 255.000 Euro teure Projekt wurde am 1. Juli 2016 eröffnet. Zum Besatz gehören neben den Greifvögeln Alpensteinhühner, Alpenkrähen und Tannenhäher sowie Steppenmurmeltiere.

Hyazinth-Ara, Helm-Hokko, Rotschnabeltokos, Paradieskraniche und Riesentrappen sind weitere Vogelarten, die im Tiergarten Nürnberg zu sehen sind. Die Emuhaltung endete 2017 mit dem Tod des namenlosen Hahnes, der mit 46 Jahren das höchste Alter eines Emus in Gefangenschaft erreicht haben soll.

Reptilien, Amphibien und Fische

Im Tropenhaus werden Wasserschildkröten, Brillenkaimane und Königspythons gehalten. Grüne Baumpythons. Im Naturkundehaus findet man Madagassische Taggeckos, Fidschi-Leguane sowie verschiedene Pfeilgiftfrösche und Jemen-Chamäleons und Kragenechsen.

Verschiedene Salz- und Süßwasserfische sind in mehreren Aquarien im Innenbereich des Affenhauses zu besichtigen.

Besuchereinrichtungen

Straßenbahnanschluss

Der Tiergarten ist seit seiner Eröffnung durch eine eigene Straßenbahnlinie erschlossen. Heute verkehrt hier die Linie 5, die hier ihre östliche Endstation hat.

Tiergartenbahn

Schon seit der Neueröffnung 1939 wird das weitläufige Gelände durch eine Parkeisenbahn erschlossen. Seit 1964 ist sie eine verkleinerte Nachbildung des Adler, der ersten deutschen Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth.

Gastronomie

Im Tiergarten befinden sich mehrere Gaststätten, darunter das Restaurant Waldschänke bei der Eisbärenanlage und das Bistro Lagunenblick am Delphinarium.

Naturkundehaus

Im 1990 eröffneten Naturkundehaus finden regelmäßig Vortragsveranstaltungen des Tiergartens, des Landesbunds für Vogelschutz und des Bunds Naturschutz statt.

Herausragende Ereignisse

Erschießung von vier Eisbären

Aufgrund von Umbaumaßnahmen im Karlsruher Zoo wurden die vier dort lebenden Eisbären – zwei alte Weibchen, Silke und Nadine (beide 36), sowie das Pärchen Efgenia (9) und Yukon (10) – an den Nürnberger Tiergarten ausgeliehen. Am 29. März 2000 öffnete ein Unbekannter das Gehege der Tiere, woraufhin diese ihr Gehege verließen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich Besucher im Tiergarten. Den Angestellten des Zoos gelang es nicht die Tiere zu betäuben, weil die Narkosepfeile das dicke Winterfell und die Speckschicht der Bären nicht durchdringen konnten. Daraufhin wurden alle vier Tiere erschossen. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Im Nachhinein wurde die Zooleitung von Tierschützern stark kritisiert und auch verklagt, weil die Tötung der Tiere vermeidbar gewesen sei. Andererseits wurde seitens des Tiergartens Anklage gegen Unbekannt erhoben, weil militante Tierschützer das Gehege aufgebrochen haben sollen. Der Vorfall ist bis heute nicht aufgeklärt.

Eisbärin mit Nachwuchs

Die Eisbärinnen Vilma und Vera erfuhren im Januar 2008 ein verstärktes Medieninteresse, weil beide Nachwuchs bekamen. Die Jungen des einen Weibchens überlebten nicht. Tierschützer äußerten Kritik an der Tierparkleitung und machten die künstliche Umwelt für die beiden Todesfälle verantwortlich. Die Tierparkleitung distanzierte sich ausdrücklich von der Option, den Eisbärennachwuchs – so wie im Fall des Eisbären Knut in Berlin – mit der Flasche aufzuziehen und sich damit in die Aufzucht der Jungtiere einzumischen. Wenige Tage später trug die Bärin Vera ihren Nachwuchs aus der Aufzuchtshöhle und lief unruhig im Gehege herum, offenbar auf der Suche nach einem anderen Unterschlupf. Aufgrund dieses ungewöhnlichen Verhaltens und nachdem sie das Jungtier mehrfach fallengelassen hatte, entschloss sich die Zooleitung nunmehr doch zu einer Handaufzucht des kleinen Eisbären. Bei dem Eisbärbaby handelt es sich um ein Weibchen. Das Medieninteresse am Eisbärenbaby war so groß, dass die Stadt Nürnberg eine Sonderseite im Internet eingerichtet hatte. Aufgrund von über 8500 Namensvorschlägen für das Junge sind am 12. Januar 2008 vorübergehend die Internetserver der Stadt Nürnberg zusammengebrochen. Am 18. Januar 2008 hat eine Jury entschieden, dem Eisbären den inoffiziell von Wärtern bereits verwendeten Namen „Flocke“ zu geben. Insgesamt wurden mehr als 50.000 Namensvorschläge eingereicht, davon auch Tausende aus dem Ausland (z. B. Indien, Kanada, etc.). Um die Euphorie um das Eisbärjunge finanziell und zu Gunsten des Nürnberger Tiergartens nutzen zu können, hat sich die Stadt Nürnberg ausgewählte Markenrechte für den Namen „Eisbär Flocke“ sichern lassen.

Kleine Pandas getötet

Am 18. Februar 2008 sind zwei Kleine Pandas im Nürnberger Tiergarten getötet worden. Die tödlichen Verletzungen wurden vermutlich durch einen spitzen Gegenstand hervorgerufen. Aufgrund der unklaren Herkunft der Verletzungen nahm die Kriminalpolizei Ermittlungen auf. Auch die Staatsanwaltschaft wurde informiert.

Einer der Pandabären lag im Freigehege, der andere im Stall. Die Tiere hatten sich das Gehege mit drei Muntjaks geteilt. Eine Verletzung durch die Hirsche wurde ursprünglich ausgeschlossen, da die Muntjaks seit 1998 friedlich mit den Katzenbären zusammengelebt hätten.

Im Laufe der Ermittlungen konnte ein menschliches Verschulden nicht nachgewiesen werden. Offensichtlich waren die Verletzungen entgegen der ursprünglichen Einschätzung durch die Muntjaks verursacht worden.

 


Source: https://de.wikipedia.org/wiki/Tiergarten_N%C3%BCrnberg

 

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